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Stellungnahme der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG zur brutalen Räumung des Kiezladens Friedel54

Am vergangenen Donnerstag, den 29.06., räumten ca. 500 Polizist*innen den Kiezladen Friedel54 in Neukölln.

Mehrere Hundertschaften waren dabei äußerst gewalttätig gegen Hunderte Menschen vorgegangen, die mit Sitzblockaden diesen weiteren Akt der Verdrängung nicht hinnehmen wollten.

Gerade die Polizeieinheiten, die zwei Tage zuvor wegen Partytourismus vor dem G20 Gipfel aus Hamburg wieder nach Berlin zurückgeschickt wurden, traten ganz besonders aggressiv in vorderster Linie auf.

Die Polizei handelte unter der Verantwortung des Innensenators Geisel, also in der Verantwortung der rot-rot-grünen Landesregierung.

Die Statements dieser Regierungsparteien gegen Verdrängung und steigende Mieten vorzugehen werden erst Recht zur Farce, wenn staatlich bezahlte Schlägertruppen die Profitinteressen des Immobilienhai Pinehill S.a.r.l., einer Briefkastenfirma mit Sitz in Luxemburg — egal mit welchen Mitteln — durchsetzen.

Wir fordern die sofortige Rückgabe der geräumten Räumlichkeiten an den Kiezladen Friedel54!

Sofortiger Stopp aller Zwangsräumungen!

Wohn- und Gewerberäume vergesellschaften!