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Wir Bleiben Alle! ‒ Solidarität mit den von Räumung bedrohten Projekten!

Schluss mit Entmietung, Zwangsräumung, Verdrängung!


Das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig 34 steht vor einem Räumungsurteil, das Kneipenkollektiv Syndikat soll raus, die unkommerzielle linke Kneipe Meuterei soll weg, das älteste Jugendzentrum Deutschlands ‒ die Potse ‒ sollte schon längst auf der Straße landen, der Wagenplatz in der Rummelsburger Bucht ist akut von Räumung bedroht. Das Jugendzentrum Drugstore ist schon entmietet, die G17A geräumt, der Kiezladen Friedel54 mit Knüppeln und Fäusten staatlich organisiert vertrieben worden...

Nachbar*innen werden zwangsgeräumt oder verlieren ihre Wohnungen durch sogenannte Eigenbedarfskündigungen von Wohnungseigentümer*innen oder können sich die völlig überteuerten Mieten nicht mehr leisten oder werden durch andere Schikanen entmietet.

Überall brechen soziale Projekte, unkommerzielle Freiräume, wichtige Brachflächen, günstiger Wohnraum und Kleingewerbe für die Aufwertung und den Profit der Immobilienindustrie weg.

Die Diskussionen um Mietendeckel, Mietpreisbremse, Zweckentfremdungsverbotsverordnung oder Vorkaufsrecht bleiben nur Luftnummern, denn Keine/r in den politischen und ökonomischen Strukturen hat ein ernsthaftes Interesse daran, dass sich Grundlegendes verändern muss um gegen Entmietung, Verdrängung und Verwertung vorzugehen. Regelmäßig wird sich mit der Immobilienlobby getroffen, ausgiebig hofiert und die Rahmenbedingungen für ihre Spekulationsgeschäfte abgestimmt. Deutsche Wohnen, Akelius, Padovicz, Bauwert, CG-Gruppe und wie sie alle heißen, können weiter ungehindert und staatlich unterstützt ihre profitgierigen Geschäftsmodelle ‒ auch mit polizeilicher Durchsetzung ‒ praktizieren.

Doch immer mehr Mieter*innen organisieren sich und Netzwerke entstehen um sich gemeinsam für das Recht auf Wohnen, für den Erhalt solidarischer Nachbar*innenschaften, unkommerzieller Strukturen und selbstorganisierter Räume einzusetzen.

Der kreative Widerstand der Liebig 34, des Syndikats, der Meuterei, der Potse oder die Mieter*innenversammlungen vom Verkauf betroffener Häuser, die vielen selbstorganisierten (Stadtteil-)Initiativen, Kiezversammlungen, Kiezkommunen oder Besetzungen ‒ der Kampf wird breiter, lauter und widerspenstiger. Die Ohnmacht schwindet immer mehr dem Bewusstsein, dass eine „andere Stadt von Unten“ erstreitbar und möglich ist.

Wir Bleiben Alle!     WEM GEHÖRT KREUZBERG    ‒    November 2019