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Kundgebung vor der Großbeerenstr.17a — ein kurzer Rückblick vom Sonntagnachmittag, 14.10.

In kurzer Zeit, mit Unterstützung vieler helfender Hände, mit etlichen unterschiedlichen Redebeiträgen zu den verschiedenen stadtpolitischen Brennpunkten und kulturellen und kulinarischen Beiträgen wurde am letzten Sonntag eine längere Kundgebung vor der besetzten Wohnung der Großbeerenstr.17a durchgeführt.
Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, aber auch aus anderen Stadtteilen kamen über mehrere Stunden zusammen und gestalteten diesen Nachmittag bunt und informativ.

Dieser Nachmittag war ein Solidaritätsausdruck mit der Besetzung des leerstehenden Wohnraums der Großbeerenstr.17a und zugleich eine weitere öffentliche Sichtbarmachung, wie sehr es in unserer Stadt in vielen Häusern und an vielen Orten brodelt.

Verdrängung und Verwertung überall — Wir setzen auf Vernetzung, Austausch, gemeinsame Organisierung und gemeinsames Handeln!

Unschön war allerdings die massive und andauernde Gängelei durch die Polizei!
Zahlreich vertreten und mit einer eher abschreckenden Präsenz versuchte sie immer wieder den nachbarschaftlichen und friedvollen Charakter der Veranstaltung zu behindern.
Höhepunkt ihres Auftretens war die Verhinderung eines informativen Kiezspaziergangs zum unmittelbar in der Nähe gelegenen Postscheckamt.
Die CG-Gruppe plant dort auf dem Areal die Bebauung von Luxuswohnungen.

Hausprojektgruppe G17a
13.10.2018: Aktueller Stand zur Großbeerenstr.17a

Am 04. Oktober 2018 gab es das erste Gespräch — ein „Vorgespräch“ hat es ja bereits am 10. September, also zwei Tage nach der Besetzung der leerstehenden Wohnungen, gegeben — zwischen Vertreter*innen der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (die Aachener) und der Hausprojektgruppe G17a. Wir waren mit sechs Leuten vertreten; anwesend waren auch unser Anwalt sowie drei Politiker*innen (MdB, MdA und BVV), die moderierende und vermittelnde Funktionen hatten.

Nachdem bei dem oben erwähnten Vorgespräch die Aachener ihr "soziales Konzept" für das Haus ausführte, war es an uns „Konzeptbausteine“ und politischen Grundlinien der zukünftigen Nutzung des Hauses darzulegen. Wir haben zu Beginn des Gespräches jedoch darauf gepocht, dass unsere Positionen und Forderungen nicht zur Verhandlung stehen, sondern uns ein Raum des Vortrages eingeräumt werden müsse, genauso wie es dem Vertreter der Aachener bei dem Vorgespräch zugestanden wurde.

Unsere Forderungen sind seit dem 08. September bekannt:
  • Keine Räumung der besetzten Wohnungen, keine Strafanzeigen gegen Besetzer*innen
  • Übertragung des leerstehenden Wohnraums durch die Eigentümer an die Hausprojektgruppe G 17a
  • Schluss mit der sogenannten Berliner Linie
  • Über die Nutzung des leerstehenden Gewerberaums soll in einer öffentlichen Stadtteilversammlung beraten und entschieden werden

Uns war wichtig herauszustellen, dass selbstverwaltetes und 100 % bezahlbares Wohnen ermöglicht werden muss. Dies beinhaltet Wohnraum in regulären Mietverhältnissen für Menschen mit prekärem Hintergrund, wie etwa für geflüchtete Menschen. Die Gewerberäume sollen durch einen basisdemokratisch organisierten Prozess vergeben werden, die nachbarschaftlich sozialen Projekte müssen 100 % abgesichert werden. Ziel muss es sein den Wohn- und Gewerberaum vor Spekulation zu sichern.

Die Perspektive der Aachener ist — das war voraussagbar — eine andere: Derzeit werden die Kellerräume durch eine vom Eigentümer beauftragte Baufirma saniert: Es sollen hier im Rahmen der Kältehilfe durch den Sozialdienst Katholischer Frauen Berlin e.V./SKF später insgesamt 15 Schlafplätze für Frauen angeboten werden. Die Kellerräume könnten allerdings nach derzeitigem Stand aufgrund der baulichen Gegebenheiten doch nicht geteilt werden, sodass diese nicht als Kieztreffpunkt mitgenutzt werden können. Hinsichtlich von 60 Prozent der Wohnungen (bzw. 60 Prozent der Wohnnutzungen inklusive der derzeit bestehenden Mietverhältnisse) sei die Aachener für „alternative Wohnformen“ offen. Ein Verkauf käme für das Unternehmen allerdings nicht in Frage. Gefragt haben wir, welche Sanierungskosten die Aachener für das Haus angesetzt, erhielten aber keine Antwort.

Darüber hinaus haben wir erneut die Nutzung einer zweiten Wohnung, in der sich nachbarschaftliche und stadtpolitische Initiativen treffen können, angesprochen. Diese sollte schon im September geöffnet werden. Prinzipiell spricht laut Aachener nun offenbar nichts gegen eine zweite Wohnung — es brauche aber eine „haltbare Vereinbarung“, die keine Fakten schaffe und wodurch keine dauerhaften Nutzungsrechte entstünden. Wie ein solches Vertragswerk aussehen kann, wird gerade zwischen den Anwälten ausgelotet. In dieser noch zu öffnenden zweiten Wohnung soll Mitte November eine Kiezversammlung stattfinden, bei der es um die Nutzung der Gewerberäume für nachbarschaftlich soziale Projekte gehen wird.

Ebenso wird die Verlängerung der bisherigen Zwischennutzungsvereinbarung um drei Monate zur Zeit juristisch abgeklopft.

Als nächster Gesprächstermin wurde Montag der 22. Oktober 2018 um 19:00 Uhr voraussichtlich vor Ort in der Großbeerenstr.17a vereinbart.

Gemeinsam die Eigentumsfrage stellen — Gemeinsam gegen steigende Mieten, Verdrängung, Verwertung, Spekulation, Zwangsräumung, Luxusneubauten

Hausprojektgruppe G17a
Pressemitteilung 25.09.2018: Auch Pandion ist kein guter Nachbar

Ein neuer Nachbar hat sich angekündigt. Auf den zwei Grundstücken in der Prinzenstraße, Kreuzberg dort wo über 40 Jahre lang die Firma Robben & Wientjes in ihrem Stammsitz Umzugswagen verliehen hat, will die Pandion AG die Gewerbehöfe „The Shelf" errichten. Im Zuge der Übernahme des Autoverleihers durch die Firma Buchbinder wurden die Grundstücke am Standort Prinzenstraße an Pandion verkauft — mit 1,85 Milliarden Euro

Verkaufsvolumen inzwischen sechstgrößter Immobilienwickler Deutschlands.

Die Robben gehen, die Haie kommen

Pandion stellt sich als lokal engagiertes, soziales Unternehmen dar. Man befinde sich „bereits in guten Gesprächen mit den Nachbarn" und die Entwicklung der Grundstücke erfolge in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Doch die Nachbarn haben von den Plänen der Pandion AG erst aus der Presse erfahren, während der Bezirk sich bedeckt hielt.

„The Shelf" ist nicht der kreative, grüne und soziale Ort, den das Unternehmen auf seinen Plakaten verspricht. Angekündigt ist vielmehr eine 150 Millionen Euro teure begehbare Geldanlage: The Shelf 1 (Prinzenstraße/Ecke Ritterstraße) und The Shelf 2 (Prinzenstraße 34). Einziehen sollen zahlungskräftige Start-Ups und Unternehmen aus Kreativ- und Tourismuswirtschaft, die sich Mieten um die 25 Euro pro Quadratmeter leisten können. Es hieß, es würde auch bezahlbarer Raum für Kunst und lokales Gewerbe entstehen. Tatsächlich sollen jedoch nur 3,8 % (!) der insgesamt 18.000 Quadratmeter für 10 Jahre zur Hälfte des Preises vermietet werden.

Der erhebliche Marketingaufwand, den Pandion für seine Imagepflege betreibt, kann niemanden darüber hinwegtäuschen, dass die Immobilie für die in der Nachbarschaft arbeitenden und lebenden Menschen keine bezahlbaren Räume schafft. Pandions sogenannter „Zukunftsort" schafft keine Zukunft für uns. Hier wird eine weitere Kapitalanlage in eine diverse, akut von Verdrängung bedrohte Nachbarschaft mit gewachsenen Stadtstrukturen gebaut. Mit diesen Investitionen und Renditeerwartungen entsteht nicht der „soziale Raum für die bunte (Sub-)Kultur, Nachbarn, Kunst", den Pandion verspricht. Auch in der Umgebung werden die Mieten durch solche Projekte steigen, Gewerbemieter*innen und Kulturschaffende werden verdrängt, weitere zahlungskräftige Unternehmen angelockt. Deren gut bezahlte Angestellte konkurrieren um den arbeitsnahen Wohnraum, sie fragen eine ihren Ansprüchen gemäße Infrastruktur wie z.B. hochpreisige Gastronomie nach, etc., etc.

Für uns steht daher fest: Auch Pandion ist kein guter Nachbar!

Die Stadt ist ein Gemeinwesen und kein Spekulationsobjekt!

Die laufende Verdrängung betrifft Mieter*innen, Gewerbetreibende, soziale Einrichtungen, aber auch Kunst- und Kulturschaffende, die keine bezahlbaren Ateliers und Ausstellungsräume mehr finden können.

Derzeit vergibt Pandion über die Agentur „Glut" Zwischennutzungsmöglichkeiten für kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen. Institutionen wie die Kunst-Werke Berlin (KW) und die Kunsthochschule Weissensee haben diese für die eigenen Events in Anspruch genommen, ohne den immobilienwirtschaftlichen Hintergrund kritisch zu hinterfragen.

Die Instrumentalisierung der Kunst für die eigenen Zwecke hat Pandion schon bei dem Street-Art Zwischennutzungs - Projekt „The Haus" erfolgreich ausprobiert, für das sie mit dem Immobilien-Marketing-Award 2017 ausgezeichnet wurden. Während die Kunst- und Kulturproduzentinnen noch glauben, günstige Räume für eine Zwischennutzung gefunden zu haben, sind sie inklusive städtischer Förderung — schon längst unbezahlter Teil einer Marketingmaschine. (https://www.realestatebrandbook.eu/adv/duo/).

Unser Protest richtet sich nicht gegen den Berlin Art Prize. Unser Protest richtet sich dagegen, dass einige wenige Millionengewinne machen, während die Vielen sich die Wohnungen, Arbeits- und Gewerberäume nicht mehr leisten können.

Unser Protest richtet sich gegen den Zynismus, mit dem das „Vielfältige, Subkulturelle und Lebendige" der Kieze als Verkaufsargument für Renditeimmobilien herhalten muss, während gleichzeitig eben diese Nachbarschaft zerstört wird.

Wir solidarisieren uns mit all jenen, die sich in dieser Nachbarschaft und überall in der Stadt gegen Verdrängung und Gentrifizierung zur Wehr setzen, z.B. Stadt von Unten, Kotti & Co, Lause bleibt, GloReiche, Google ist kein guter Nachbar, OraNostra, Boss&U, Bizim Kiez, Zwangsräumung verhindern, m24bleibt, Commons Abendschule in den Prinzessinnengärten und viele weitere.

Für uns steht fest: In diesen Hallen gibt es nichts zu feiern!

Wir fordern am Abend des 28.09.2018 alle Besucherinnen des Berlin Art Prize, die beteiligten Künstler*innen, die Jurymitglieder und die Organisatorinnen auf, aus diesen Räumen auszuziehen und mit uns auf die Straße zu gehen.

Wir fordern die Ostkreuzschule für Photographie dazu auf, diese Räume nicht zu nutzen, so wie es die Kunsthochschule Weißensee, die Kunstwerke (KW) und der Berlin Art Prize auch nicht hätten tun sollen.

Wir fordern alle beteiligten Kultur- und Kunstinstitutionen dazu auf, sich öffentlich zu positionieren.

Wir fordern von der Politik:
  • Bezahlbare, dauerhaft abgesicherte Räume für Kleingewerbe und Handwerk, Ausstellungs- und Arbeitsflächen für Kunst und Kultur.
  •  Eine nachhaltige Kulturpolitik, die soziale stadtpolitische Fragen in den Blick nimmt und strategische Förderinstrumente entwickelt. Verstärkte Abstimmung zwischen Kultur- und Stadtentwicklungspolitik.
  • Keine öffentlichen Gelder für Kultur-Zwischennutzung in proftiorientierten Investorenprojekten. Keine Aufwertung und Verdrängung durch geförderte Kulturprojekte.
  • Eine Proaktive Transparenz der Bezirke gegenüber Nachbarschaft und Initiativen bei Bauanträgen dieser Größenordnung.
  • Milieuschutzsatzung auf Gewerbe ausweiten, so dass in solchen Fälen das Vorkaufsrecht zum Tragen kommt.
  • Auflagen gegenüber Pandion auf die noch ausstehende Ausstellung der Baugenehmigung (z.B. Prüfung der Übernahme eines Teilgeländes für gemeinwohlorientierte Zwecke durch einen gemeinwohlorientierten Träger).
  •  Wirksame Abschöpfung von Spekulationsgewinnen aus dem Verkauf von Grund und Boden zugunsten des Gemeinwohls.

Die Aktion „Auch Pandion ist kein guter Nachbar" wird getragen von Kunstblock and beyond, nGbK (Neue Gesellschaft für bildende Kunst) und weiteren Unterstützer*innen.

Kundgebung und Aktion "Auch Pandion ist kein guter Nachbar"
Parallel zur Berlin Art Prize Verleihung am 28.09.2018, 20:00 bis 1:00 Uhr
Vor "The Shelf Off-Location", Prinzenstraße 34, Berlin, Kreuzberg
19.09.2018: Forderung des Treffens der Nachbarinnen und Nachbarn vor der Großbeerenstr.17a

WIR FORDERN einen Treffpunkt für die Nachbarschaft

zur Vernetzung, zum Austausch und zur Wissensweitergabe über alltägliche Probleme wie:

  • Verdrängung von Mieter*innen aus unserem Kiez
  • Leerstand
  • Luxusneubauten
  • Luxussanierung & Umwandlung in Eigentum
  • Wohnungsnotstand
  • sozialen Wohnungsbau
Aufruf gegen den #Wohngipfel von Seehofer/Merkel

link buttonZusammen gegen #Mietenwahnsinn!
Gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit — bezahlbarer Wohnraum für alle statt mehr Rendite für wenige


Deutschland hat eine Wohnungskrise. Besonders in den Städten schießen die Boden-, Immobi­lien- und Mietpreise in absurde Höhen. Als Folge blüht die Spekulation und die Immobilienvermögen wachsen rasant.

Während abertausende Menschen in der Angst leben, aufgrund von Mietsteigerungen und Kündigungen ihre Wohnungen zu verlieren oder keine geeignete Wohnung zu finden, steigt die Rendite für Wenige. Immer mehr Einkommen geht für die Miete drauf. Lohnsteigerungen werden aufgefressen. Vielerorts ist Wohnen zum Armutsrisiko geworden. Die Wohnungslosigkeit wächst. Oft müssen soziale Träger Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen. Diskriminierung und teilweise offener Rassismus erschweren die Wohnungssuche. Unterdessen verliert der Wohnungsmarkt Woche für Woche durch Mieterhöhungen, Wohnungswechsel, Modernisierungen und Kündigungen tausende leistbarer Wohnungen.
17.09. Kaffee und Kuchen vor dem besetzten Haus in der Großbeerenstraße 17a in Kreuzberg

Am vergangenen Sonntagnachmittag luden wir, die Besetzer*innen, die Nachbarschaft vor das Haus der Großbeerenstraße 17a ein.

Viele Anwohner*innen brachten Kaffee und Kuchen mit und zeigten spontan ihre Solidarität mit dem Projekt.
Pressemitteilung 16.09.2018: aktueller Stand zur Großbeerenstr.17a

Am Montag den 10. September 2018 fand im „Kiezraum“ auf dem sog. Dragoner Areal ein etwa einstündiges Vorgespräch zwischen der Hausprojektgruppe und Unterstützern, deren anwaltlicher Vertretung, Herrn Marx von der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH und zwei Vertreterinnen aus der Bundes- bzw.  Landespolitik statt. Ziel war es die Rahmenbedingungen für die weiteren Gespräche zur zukünftigen Nutzung des Hauses in der Großbeerenstraße 17a festzulegen.
10.09.2018 Pressemitteilung: Große Unterstützung und Solidarität aus Nachbarschaft und stadtpolitischer Szene

update: am Montag 10.09. gab es ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft und die Zwischennutzungsvereinbarung wird bis zum 14.010.2018 verlängert — zu exakt denselben Bedingungen!

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Anfragen aus der Nachbarschaft und von Unterstützer*innen nach Bedarf an Wohnungseinrichtung, Essen und Trinken und „Support“ bei der Organisierung und Gestaltung eines Infopoints vor dem Haus, kennzeichneten für die Besetzer*innen der Wohnung in der Großbeerenstraße 17a den, auch klimatisch, recht freundlichen Sonntag. Auch die durchwegs positiven Rückmeldungen auf die Besetzung: „Endlich wird auch hier etwas gegen den Leerstand getan“ — wollte gestern nicht weniger werden. Für Alle ein „dickes Danke“ für die Unterstützung.
Solidaritätserklärung der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG zur Besetzung der leerstehenden Wohnungen am Samstag 08.09.2018

Die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG begrüßt und unterstützt die Besetzung der seit vielen Jahren leerstehenden Wohnungen in der Großbeerenstr.17a in Kreuzberg "61".

Am Samstag 08.09.2018 wurden von der Hausprojektgruppe Großbeerenstr. 17a leerstehende Wohnungen in der Großbeerenstr. 17a besetzt. Die Eigentümerin in diesem Wohnhaus ist die Aachener Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH, die die größte Wohnungsbaugesellschaft der katholischen Kirche ist, mit Hauptsitz in Köln. Mit ihren verbundenen Unternehmen besitzt sie 24 300 Wohneinheiten und  ca. 2 300 Gewerbeeinheiten.

Die Menschen der Hausprojektgruppe Großbeerenstr.17a haben selbst vielfältige Erfahrungen mit Verdrängungsprozessen im Stadtteil und brauchen nicht nur einen Ort um nach dem Prinzip gegenseitiger und solidarischer Unterstützung zu wohnen, sondern demonstrieren damit auch gegen die Profitlogik — der weiterhin ansteigenden — Mieten und spekulativen Leerstand.
Die Hausprojektgruppe handelte am Samstag eine zeitlich befristete Zwischennutzung bis zum 14.09. aus und in diesem Zeitraum sollen Gespräche mit der Eigentümerin stattfinden.

  • Für die sofortige und uneingeschränkte Übertragung der leerstehenden Wohnungen an die Hausprojektgruppe Großbeerenstr.17a durch die Eigentümerin!
  • Keine Räumung nach Ablauf der Zwischennutzung!

                      Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — September 2018
08.09.2018: Besetzung leerstehender Wohnungen in der Großbeerenstraße 17a

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Heute wurden seit vielen Jahren leerstehende Wohnungen in der Großbeerenstraße 17a in Kreuzberg 61 besetzt. Mindestens zwei Wohnungen in dem Haus werden nach unserer Kenntnis punktuell genutzt. Mit den Nutzer*innen sind wir in Kontakt. Die Leerstandsgeschichte des Hauses ist in der Nachbarschaft schon lange bekannt. Das Haus steht zudem wegen des Verstoßes gegen die Zweckentfremdungsverordnung seit Jahren im Fokus des Bezirks.
Pressemitteilung 07.09.2018: Google Campus besetzt!

update: der Google Campus wurde bereits geräumt — 18 Uhr Kundgebung vor dem Umspannwerk

Der „Google Campus“ im Kreuzberger Umspannwerk ist seit Freitagnachmittag besetzt! Damit wollen wir gegen die explodierenden Mieten vorgehen.

Die Wohnungskrise spitzt sich täglich zu und betrifft alle Lohnabhängigen auf existentielle Weise. Allein in den letzten sieben Jahren sind die Mietpreise in Berlin um 71% gestiegen, täglich gibt es bis zu 10 Zwangsräumungen. Angesichts dieser Entwicklungen sind Ansätze einer sogenannten „neuen Stadtpolitik“ oder die Mietpreisbremse nur eine Farce.