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Wir — die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — möchten gerne die Karte der Verdrängungsprozesse für "61" aktualisieren: viele Mietshäuser haben nicht nur die Abgeschlossenheitserklärung, sondern sind mittlerweile in Eigentumswohnungen umgewandelt. Kündigungen wegen 'Eigenbedarf' haben Hochkonjunktur. Ferienwohnungen in lukratives möbliertes, zeitlich befristetes Wohnen übertragen. Kleingewerbetreibende verdrängt...
Schaut doch mal in der Karte nach, ob in euren Häusern Daten aktualisiert werden sollten oder ob euer Haus überhaupt schon auf der Karte ist.
23.10.2018: Aktueller Stand zur Großbeerenstr.17A

Die für den gestrigen Montagabend vereinbarte zweite Gesprächsrunde mit Vertreter_innen der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft hat nicht stattgefunden. Im Laufe des Wochenendes hatten wir erfahren, dass die Aachener das Gespräch abgesagt hat. Dies wurde am Montagnachmittag bestätigt. Laut Katrin Schmidberger (MdA) will die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft die Gespräche auf unbestimmte Zeit aussetzen. Die genauen Beweggründe der Aachener für die Absage des Gespräches am Montag sind uns nicht bekannt.
Kundgebung vor der Großbeerenstr.17A — ein kurzer Rückblick vom Sonntagnachmittag, 14.10.

In kurzer Zeit, mit Unterstützung vieler helfender Hände, mit etlichen unterschiedlichen Redebeiträgen zu den verschiedenen stadtpolitischen Brennpunkten und kulturellen und kulinarischen Beiträgen wurde am letzten Sonntag eine längere Kundgebung vor der besetzten Wohnung der Großbeerenstr.17A durchgeführt.
Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, aber auch aus anderen Stadtteilen kamen über mehrere Stunden zusammen und gestalteten diesen Nachmittag bunt und informativ.
13.10.2018: Aktueller Stand zur Großbeerenstr.17A

Am 04. Oktober 2018 gab es das erste Gespräch — ein „Vorgespräch“ hat es ja bereits am 10. September, also zwei Tage nach der Besetzung der leerstehenden Wohnungen, gegeben — zwischen Vertreter*innen der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (die Aachener) und der Hausprojektgruppe G17A. Wir waren mit sechs Leuten vertreten; anwesend waren auch unser Anwalt sowie drei Politiker*innen (MdB, MdA und BVV), die moderierende und vermittelnde Funktionen hatten.
Pressemitteilung 25.09.2018: Auch Pandion ist kein guter Nachbar

Ein neuer Nachbar hat sich angekündigt. Auf den zwei Grundstücken in der Prinzenstr., Kreuzberg dort wo über 40 Jahre lang die Firma Robben & Wientjes in ihrem Stammsitz Umzugswagen verliehen hat, will die Pandion AG die Gewerbehöfe „The Shelf" errichten. Im Zuge der Übernahme des Autoverleihers durch die Firma Buchbinder wurden die Grundstücke am Standort Prinzenstr. an Pandion verkauft — mit 1,85 Milliarden Euro Verkaufsvolumen inzwischen sechstgrößter Immobilienwickler Deutschlands.
19.09.2018: Forderung des Treffens der Nachbarinnen und Nachbarn vor der Großbeerenstr.17A

WIR FORDERN einen Treffpunkt für die Nachbarschaft

zur Vernetzung, zum Austausch und zur Wissensweitergabe über alltägliche Probleme wie:

  • Verdrängung von Mieter*innen aus unserem Kiez
  • Leerstand
  • Luxusneubauten
  • Luxussanierung & Umwandlung in Eigentum
  • Wohnungsnotstand
  • sozialen Wohnungsbau
Aufruf gegen den #Wohngipfel von Seehofer/ Merkel

2018 09 21 ButtonZusammen gegen #Mietenwahnsinn!
Gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit — bezahlbarer Wohnraum für alle statt mehr Rendite für wenige


Deutschland hat eine Wohnungskrise. Besonders in den Städten schießen die Boden-, Immobi­lien- und Mietpreise in absurde Höhen. Als Folge blüht die Spekulation und die Immobilienvermögen wachsen rasant.

Während abertausende Menschen in der Angst leben, aufgrund von Mietsteigerungen und Kündigungen ihre Wohnungen zu verlieren oder keine geeignete Wohnung zu finden, steigt die Rendite für Wenige. Immer mehr Einkommen geht für die Miete drauf. Lohnsteigerungen werden aufgefressen. Vielerorts ist Wohnen zum Armutsrisiko geworden. Die Wohnungslosigkeit wächst. Oft müssen soziale Träger Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen. Diskriminierung und teilweise offener Rassismus erschweren die Wohnungssuche. Unterdessen verliert der Wohnungsmarkt Woche für Woche durch Mieterhöhungen, Wohnungswechsel, Modernisierungen und Kündigungen tausende leistbarer Wohnungen.
17.09. Kaffee und Kuchen vor dem besetzten Haus in der Großbeerenstr.17A

2018 09 17 G17AAm vergangenen Sonntagnachmittag luden wir, die Besetzer*innen, die Nachbarschaft vor das Haus der Großbeerenstr.17A ein.

Viele Anwohner*innen brachten Kaffee und Kuchen mit und zeigten spontan ihre Solidarität mit dem Projekt.

Im Gespräch kam es zu einem regen Austausch über gegenwärtige Mietsteigerungen, Hausverkäufe und anderen Alltagsproblemen im Kiez. Natürlich wurde auch eine ganze Menge über das jahrelang fast leer stehende Haus gesprochen.

Gemeinsam wurde über mögliche Handlungsstrategien gegen Mietsteigerung und Verdrängungsprozesse nachgedacht. Auch wurde thematisiert wie die Besetzung unterstützt werden könne.

Wie schon in den beiden vorhergehenden Kiezversammlungen vor dem Haus, formulierten die Nachbar*innen erneut ihre Forderung nach einem selbstorganisierten Nachbarschaftstreff in einem der Räume im Haus in der Großbeerenstr.17A.
Pressemitteilung 16.09.2018: aktueller Stand zur Großbeerenstr.17A

Am Montag den 10. September 2018 fand im „Kiezraum“ auf dem sog. Dragoner Areal ein etwa einstündiges Vorgespräch zwischen der Hausprojektgruppe und Unterstützer*innen, deren anwaltlicher Vertretung, Herrn Marx von der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH und zwei Vertreterinnen aus der Bundes- bzw.  Landespolitik statt. Ziel war es die Rahmenbedingungen für die weiteren Gespräche zur zukünftigen Nutzung des Hauses in der Großbeerenstr.17A festzulegen.
10.09.2018 Pressemitteilung: Große Unterstützung und Solidarität aus Nachbarschaft und stadtpolitischer Szene

update: am Montag 10.09. gab es ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft und die Zwischennutzungsvereinbarung wird bis zum 14.010.2018 verlängert — zu exakt denselben Bedingungen!

2018 09 10 G17AAnfragen aus der Nachbarschaft und von Unterstützer*innen nach Bedarf an Wohnungseinrichtung, Essen und Trinken und „Support“ bei der Organisierung und Gestaltung eines Infopoints vor dem Haus, kennzeichneten für die Besetzer*innen der Wohnung in der Großbeerenstr.17A den, auch klimatisch, recht freundlichen Sonntag. Auch die durchwegs positiven Rückmeldungen auf die Besetzung: „Endlich wird auch hier etwas gegen den Leerstand getan“ — wollte gestern nicht weniger werden. Für Alle ein „dickes Danke“ für die Unterstützung.
Solidaritätserklärung der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG zur Besetzung der leerstehenden Wohnungen am Samstag 08.09.2018

Die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG begrüßt und unterstützt die Besetzung der seit vielen Jahren leerstehenden Wohnungen in der Großbeerenstr.17A in Kreuzberg "61".
08.09.2018: Besetzung leerstehender Wohnungen in der Großbeerenstr.17A

2018 09 08 G17AHeute wurden seit vielen Jahren leerstehende Wohnungen in der Großbeerenstr.17A in Kreuzberg 61 besetzt. Mindestens zwei Wohnungen in dem Haus werden nach unserer Kenntnis punktuell genutzt. Mit den Nutzer*innen sind wir in Kontakt. Die Leerstandsgeschichte des Hauses ist in der Nachbarschaft schon lange bekannt. Das Haus steht zudem wegen des Verstoßes gegen die Zweckentfremdungsverordnung seit Jahren im Fokus des Bezirks.